René Golker

Philosophie

Natur war stets das Subjekt vieler künstlerischer Tätigkeiten, doch nie zuvor war sie so gefährdet wie heute. Angelernte wie angeeignete Lebensweisen des Menschen führen diese Welt in ein gefährliches Ungleichgewicht, weil der Mensch auf das richtige Maß verzichtete, als er den Weg der Kultur betrat. Verantwortlich für diese unnatürliche Verfremdung unserer Selbst ist die Entwicklung der Zivilisation, unserer Gesellschaftsstrukturen und gesellschaftlichen Bedingungen.

Wie so oft hatte der Mensch die Wahl. Zwischen zwei Prinzipien wählend, entschied er sich für das Rationale. Weg vom Natürlichen, Chaotischen, Grenzenlosen – der Natur. Diese radikale Abwendung geht größtenteils den empathielosen Weg der Gleichgültigkeit, der Selbstzerstörung. Mit so viel Raffinesse hat er es geschafft, sich unabhängig zu wähnen, ist jedoch abhängig von einem ökologischen Gleichgewicht. Diese Diskrepanz spiegelt sich in meinen Bildern wider – in einer Fusion: Das menschlich Konstruierte vereint sich mit dem Natürlichen/der Natur. Die Natur ist die Quelle, die meine Arbeit beeinflusst. Der Werkstoff beeinflusst mein Motiv und umgekehrt genauso. Beide werden in Einklang gebracht. Sie fusionieren. Ein markantes Erkennungsmerkmal meiner Arbeit ist die Verschmelzung von Mensch und Natur, um damit ein Bild der Reminiszenz zu den menschlichen Ursprüngen zu erschaffen.

Das Gesamtwerk Transformation
Die Wiederkehr zum Ursprung

Das Ensemble präsentiert die heutige Zeit, die nur noch aus Widersprüchen besteht. Es steht für ein ins Chaos geratenes menschliches Treiben, das eigentlich nach Struktur und Ordnung strebt. Das sich Auflösende, Verfließende der Gesichter steht für die Haltlosigkeit unserer beschleunigten, oberflächlichen Zeit, in der wir uns befinden. Aufsteigende Blasen, die auf eine Scheinwelt, eine Inszenierung unserer Selbst hinweißen. Das bisherige Leben gezeichnet von Reizüberflutung, ist kaum noch auszuhalten. Darauf weisen die grellen Farben und abstrakten Formen hin. Die sich in Punkte auflösenden Gesichter stellen eine Art von Transformation dar. Eine Verfremdung, die zugleich Befreiung bedeutet. Durch das Auflösen in ihre Atome, werden die Zellen wieder freigesetzt und können somit in den ewigen Kreislauf des Lebens zurückkehren.

Durch das Umstrukturieren ist eine gewisse Ausgewogenheit erkennbar. Das erreiche ich mit der Zusammenkunft von Naturmaterial und abstrakter Motivwahl; Ruhe und Hektik in einem Werk zusammengeführt. Die Formen verschmelzen mit der Holzmaserung – letztendlich wird somit alles wieder mit der Natur vereint. Im Zentrum verbirgt sich ein Porträt, dass sich in der höchsten Stufe der Auflösung befindet. Der sich auflösende Mensch ist dabei, sich auf materieller und geistiger Ebene mit der Natur zu vereinen. Es kommt zu einer höheren Stufe des Bewusstseins.

THE REFLECTION
Surrealistic Art by René Golker
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