Sumerian Circle

Durch die Herrschaft über das Feuer und die Erfindung von Schriftzeichen denkt der Mensch, er sei die Krone der Schöpfung. Aber in seiner Selbstgefälligkeit missbraucht der Mensch diese Werkzeuge und unterwirft den Rest der Schöpfung seinen von Gier und Maßlosigkeit bestimmten Zwecken. Dadurch vernichtet er diese Welt und auch sich selbst.

Das Projekt „Sumerian Circle“ soll dies aufzeigen. Die Affen stehen symbolisch für alle anderen Lebewesen, Pflanzen und Meere, kurzum für die ganze Natur. Eine Natur, die wir – unserem angeblichen Bewusstsein und großen Erkenntnisstand spottend – systematisch und gnadenlos vernichten. Diesen Sachverhalt kann man gerade heutzutage erschüttert beobachten, u.a. anhand der verheerenden Brände in Australien oder anhand des tragischen Brands des Affenhauses im Krefelder Zoo. Beschreibung der Installation Kreisförmig aufgestellte Tafeln mit Keilschrift – eine der ältesten bekannten Schriften – symbolisch für den Gebrauch von Schriftzeichen bzw. für Forschung, Wissenschaft, ständige Weiterentwicklung der Sprachen bis hin zur digitalen Programmierung, das “Bewusstsein“ des Menschen.

Zwischen den Tafeln Fenster, Affen schauen in den Raum und beobachten, was der Mensch macht. In der Mitte des Raums befindet sich ein Sockel mit einer Lötlampe. Sie ist Symbol für die menschliche Herrschaft über das Feuer und die technischen Entwicklungen des Menschen, u.a. Atomkraftwerke und Kraftwerke anderer Art, Waffen, Fortbewegungsmittel, bis hin zu Erneuerungen in der Gegenwart.

In diesem – eigentlich abstrakten – Raum hat sich der Mensch abgeschottet und erhoben über den Rest der Schöpfung. Mithilfe des Feuers – Energie, Motoren usw. usf. und seiner Wissenschaft – Schrift – vernichtet der Mensch seine Umwelt und damit auch sich selbst – aus eben diesem Gebäude heraus….
Wir betrachten die Installation, in der Affen unser Bestreben in der Welt beobachten, und werden von den Wänden um uns herum ebenfalls beäugt. Am Ende ergibt sich aus dieser Konstellation heraus zwingendermaßen die Frage: Wer ist hier der „Klügere“?

Galerie Max Schönmüller 
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